Wie ein böser Traum…

… in der letzten Nacht hatte ich einen bösen Traum und habe sehr schlecht geschlafen…

Ich habe geträumt, dass unsere besten Freunde mit ihren 4 Kindern weit weit weg ziehen und nicht mehr einfach so „um die Ecke“ wohnen, wo man schnell mal spontan erscheint und dann stundenlang bleibt, weil alle es entspannt sehen und es einfach schön ist, zusammen zu sein.

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Ich habe geträumt, dass ihr ganzer großer Freundeskreis von ihnen Abschied nehmen muss, sie ihren Umzug planen und durchziehen, das Haus leer und geduldig nur noch die letzten tobenden Kinder erlebt, denen dann zum Schlafen gehen – das letzte Mal im „alten Haus“ – in einer Ecke auf dem Teppich eines möbellosen Raumes Geschichten vorgelesen werden.

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Ich habe geträumt, dass sich die von Freunden bereiteten Köstlichkeiten in der Küche auf der kleinen Arbeitsfläche türmen und die Stehparty einen wundersamen „Beigeschmack“ – zwischen all den wirbelnden Möbelpackern und den Sorgen um den zu knapp bemessenen Stauraum für die Habseligkeiten – bekommt. Auch Schokolade kann den Kindern nicht bis in die letzte Konsequenz den Abend versüßen – alles machen sie hier und gemeinsam ein letztes Mal.

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Ich habe geträumt, dass der traumhafte Garten – mit Trampolin und Riesensandkiste ein großes Kinderparadies – ohne die vielen Accessoires und kleinen Buddhafiguren seinen Reiz verloren hat und die Meute sich ein letztes Mal auf den Stufen vor der überdachten Sommerterrasse fotografieren lässt.

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Das Problem an diesem Traum und dem darauffolgenden „Nicht-wieder-Einschlafen“ war, dass es gar kein Traum, sondern Wirklichkeit ist! Tatsächlich ist all das gestern und heute morgen passiert und mir hängt nun immer noch (nach fast 2 Stunden!!) der Duft des gutriechenden Parfums des „Langen“ in der Nase, der mich gleich zwei Mal drückte, um sich für nicht gemachte „Fehler“ des letzten recht turbulenten Jahres zu entschuldigen.

Wenn ich gedacht hatte, dass ich das Ganze ohne Tränen und Schluchzen überstehe, dann habe ich mich schon am Vorabend kräftig belogen, als sich andere Herzensfreunde von den Sechsen verabschiedeten – denn selbst dabei kamen mir schon die Tränen, obwohl ich mich im Hintergrund gehalten habe. Spätestens aber bei meiner lieben Freundin war es dann endgültig vorbei und gemeinsam weinen tut dann ja auch mal ganz gut.

Die Nacht hatten die Mädchen und ich im Wohnmobil vor dem Haus verbracht, die anderen auf Isomatten drinnen und es wurden nun nur noch die letzten Dinge in die Autos verfrachtet, wobei auch die „gute Seele für den Garten“ noch Hand und Verstand einbrachte, denn es wurde wirklich jeder Zentimeter ausgenutzt und die Kinder sollten trotzdem nicht Gefahr laufen Gepäckstücke gegen die Köpfe zu bekommen. Immerhin ist es eine lange Fahrt – der Trost, dass der ICE gerade mal 6 Stunden braucht, macht es nicht besser.

Der „Schwarze Wald“ ist die andere Ecke Deutschlands und selbst wenn wir uns für die nächsten Urlaube dieses Ziel vornehmen würden, wird es nie das Gleiche sein, sie alle zu treffen. Die gemeinsame Zeit wird ungleich wertvoller und viel seltener sind die Gelegenheiten, spontane Treffen sind nunmehr unmöglich – auf Reisen durch den Süden werden wir vielleicht trotzdem mal überraschend unangemeldet vor der Tür stehen – wer weiß! 😉

Vielen Dank, dass wir euch lange Zeit so nah sein durften und ihr spontane Besuche wie auch kleine und große Sorgen so entspannt und mitfühlend „ertragen“ habt! Ich bin sehr froh, dass wir die Verbindung zwischen uns und euch durch die Geburt der langersehnten Großen, bei der du mit dabei warst, liebe Herzensfreundin, so tragend und zukunftsweisend noch ein bisschen fester geknüpft haben. So haben wir die Hoffnung, dass unsere Freundschaft nicht nur die Kilometer, sondern auch die Zeit übersteht.

Für die nahe und weitere Zukunft wünsche ich euch die Erfüllung eurer Träume in einem echten Zuhause im Süden, in dem ihr zur Ruhe kommen, Freiheit fühlen und einfach nur glücklich sein könnt. Eure wunderbaren Kinder werden neue Freunde finden und auch ihr, doch den Freunden aus dem Norden werdet ihr auch im Süden nicht egal sein, dessen brauchen wir euch nicht versichern, das habt ihr nicht erst beim Abschied gefühlt.

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Auf Wiedersehen hier oder dort!

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